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Der 1. Mai in Erfurt

May 1, 2015

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, dir gerade gegenüber sitzt.

Das notwendigste Werk ist stets die Liebe.
Meister Eckhart

Als wir in Erfurt angekommen sind, spürten wir sofort, dass es der 1. Mai war: man bereitete sich auf die Demos vor.

Wir besichtigten zunächst die berühmte Krämerbrücke. Sie ist das älteste profane Bauwerk Erfurts und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt mit 38 Fachwerkhäusern, von denen heute noch 32 Wohnhäuser sind. Die Fußgängerbrücke überspannt die Gera, nämlich ihren Arm Breitstrom, und verbindet den Benediktsplatz im Altstadtkern mit dem Wenigemarkt. Der Zugang zur Krämerbrücke verläuft am Wenigemarkt durch ein Tor in der Ägidienkirche, die wurde 1110 erstmals erwähnt. Sie war eine der zwei Brückenkopfkirchen der Krämerbrücke, ist aber heute als einzige erhalten. Ihr Turm (auf den allen drei Bildern unten sichtbar) kann bestiegen werden.

Auf der Nordseite der Krämerbrücke befindet sich in einem alten Keller die sogenannte Mikwe - das mittelalterliche Judenbad, die für die Zwecke ritueller Reinigung im mittelalterlichen jüdischen Gemeindeleben von sowohl den Frauen nach Geburten und ihrer Regelblutung, als auch von Männer und Frauen generell nach der Berührung mit Unreinem verwendet wurde. Außerdem musste neu gekauftes Geschirr im rituellen Sinne gereinigt ("gekaschert") werden.


Um 10 Uhr fing die Demo an. Wir haben nur die Linke Kommunisten) gesehen, aber irgendwo sollten auch die extreme Rechte (Nationaldemokraten oder NPD - eine rechtsextreme Kleinpartei) und Antifaschisten auftreten.


Die Gera fließt, verzweigt in mehrere Arme, durch Erfurt.


Neben einer verlassenen Kirche sahen wir das Haus mit den Worten von Meister Eckhart:

"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch ist immer der, dir gerade gegenüber sitzt. Das notwendigste Werk ist stets die Liebe."

Zitadelle Petersberg befindet sich im nordostlichen Teil der Altstadt, wie die Altstadtminiatur unten zeigt. Sie ist heute fast unzerstört erhalten geblieben und bietet eine einzigartige Aussicht über die gesamte Erfurter Altstadt an.

Der Petersberg was einmal der Ort einer Königspfalz und Sitz des Benediktinerklosters "St. Peter und Paul", aber vor allem ist er durch seine Benutzung als Stadtfestung (Zitadele) geprägt. Bereits in der Zeit des 30.jahrigen Krieges gab es ab 1531 durch König Gustaf II Adolf Bestrebungen, den Petersberg zu einer Festung auszubauen. Aber die erste Bauphase findet nur im 1665-1704 statt.

Ausblick auf den Domplatzt, Mariendom und Severikirche.

Der Mariendom in der Nähe...


Das weißgrüne Gasthaus "Zur Hohen Lilie" rechts beherbergte seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1341 viele berühmte Persönlichkeiten, solche wie Martin Luther (verkleidet als Junker Jörg auf seinem Weg von der Wartburg nach Wittenberg) oder schon wieder der König Gustav II Adolf von Schweden am 22. September 1631.

Kreuzgang im Augustinerkloster:

Die Miniatur, das Wappen der Stadt und die Tafel in Augustinerkloster:

Auf dem Weg durch zahlreiche Arme der Gera...